FÖRDERUNG FÜR BERUFSUMSTEIGER

Wer seinen erlernten Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht länger ausüben kann, kann von der Deutschen Rentenversicherung eine Förderung für eine Umschulung erhalten. Diese Art der Förderung nennt sich berufliche Rehabilitation und trägt den Fachbegriff „Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben”. Ziel ist es, die Eingliederung im Arbeitsleben zu erhalten oder wieder zu erreichen.

Sie streben eine Neuorientierung im IT-Bereich an und möchten sich rund um Ihre Möglichkeiten zur beruflichen Rehabilitation beraten lassen?

WAS IST DIE BERUFLICHE REHABILITATION?

Menschen, die Ihren eigentlichen Beruf z.B. auf Grund einer Krankheit nicht länger ausüben können, benötigen Unterstützung, um weiterhin „in Lohn und Brot” sein zu können.

Mit der sog. beruflichen Rehabilitation finanziert die Deutsche Rentenversicherung diesen Personen Leistungen, die den bisherigen Arbeitsplatz erhalten sollen oder Aus- und Weiterbildungsangebote, die ihnen vollkommen neue Perspektiven ermöglichen. Übrigens werden nicht nur Fortbildungen finanziert. Auch technische und persönliche Hilfsmittel, Wohnungshilfen oder Arbeitsassistenzen können gefördert werden.

Diese Leistungen können allein oder auch ergänzend zu einer bereits erfolgten medizinischen Rehabilitation durchgeführt werden.

Erfahrungsbericht

Und wie funktioniert das nun im echten Leben?

Michael Pankoke war Werkzeugmechaniker und konnte seinen Beruf irgendwann nicht mehr ausüben. Zusammen mit goldsteps hat er sich zum IT-Fachinformatiker Systemintegration (IHK) umschulen lassen und arbeitet heute als stellvertretender IT-Leiter beim Deutschen Jugendherbergswerk.

Weitere Erfolgsgeschichten finden Sie auf unserer Erfolgsgeschichten-Seite.

WELCHE VORAUSSETZUNGEN GELTEN FÜR DIE BERUFLICHE REHABILITATION?

Generell gilt: Sie können eine berufliche Rehabilitation erhalten, wenn Sie Ihren Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht länger ausüben können. Konkret müssen folgende Voraussetzungen erfüllt werden.

  • Ihre Arbeitsfähigkeit ist gefährdet oder gemindert.
  • Eine Mindestversicherungszeit wurde erreicht. Diese kann je nach Rehaleistung 5 oder 15 Jahre Wartezeit bedeuten. In anderen Fällen genügt es, vor der Antragstellung mind. 6 Monate lang die Pflichtbeiträge zur Rentenversicherung gezahlt zu haben.
  • Ihre letzte Reha ist mind. 4 Jahre her.
  • Es liegt kein Ausschlussgrund vor.

WAS SIND AUSSCHLUSSGRÜNDE?

Sie können keine berufliche Rehabilitation über die Deutsche Rentenversicherung beantragen, wenn mind. einer der nachfolgenden Punkte auf Sie zutrifft:

  • Ihre Arbeitsfähigkeit ist gefährdet aufgrund eines Arbeitsunfalls, einer Berufskrankheit oder Schädigung im Sinne des sozialen Entschädigungsrechts (z.B. Kriegsverletzung). Hier kommen andere Rehabilitationsträger in Frage.
  • Sie beziehen Altersrente oder haben diese beantragt.
  • Sie sind auf Lebenszeit verbeamtet oder beziehen eine Pension.
  • Sie sind bereits dauerhaft aus dem Arbeitsleben ausgeschieden und erhalten z.B. eine betriebliche Versorgungsleistung.
  • Ihre letzte Reha ist weniger als 4 Jahre her.

WELCHE KOSTEN WERDEN ÜBERNOMMEN?

Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben, die von der Deutschen Rentenversicherung übernommen werden sind u.a.:

  • Leistungen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung
  • Technische Hilfen und persönliche Hilfsmittel
  • Wohnungshilfen
  • Förderung der Aufnahme einer selbstständigen Tätigkeit

Die Auswahl der Leistungen basiert auf individuellen Faktoren wie Eignung, Neigung und bisherigen Tätigkeiten. Außerdem wird auch der aktuelle Arbeitsmarkt bei der Auswahl möglicher Maßnahmen berücksichtigt. Eine Umschulung im IT-Bereich hat hier i.d.R. hohes Potenzial, da der Arbeitsmarkt in dieser Branche als sicher gilt und Fachkräfte händeringend gesucht werden.

Es werden generell sämtliche Kosten der ausgewählten Leistungen übernommen. Eine Zuzahlung von Ihnen ist nicht notwendig. Zudem zahlt die Deutsche Rentenversicherung grundsätzlich auch ein Übergangsgeld und übernimmt notwendige Reisekosten oder Kosten für die Kinderbetreuung und Haushaltshilfe. Diese müssen jedoch vor Beginn der Berufsförderung beantragt werden.

WELCHE ABSICHERUNG IST WÄHREND DER BERUFLICHEN REHABILITATION GEGEBEN?

Während der beruflichen Rehabilitation sind sie in der Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung versichert. Sozial- und Unfallversicherungsbeiträge zahlt Ihr Rentenversicherungsträger, bei betrieblichen Aus- und Weiterbildungen ggf. auch der Ausbildungsbetrieb.

Der Unfallversicherungsschutz ist ebenfalls gegeben und schließt auch den Weg zur Bildungseinrichtung mit ein.

WO KANN DIE BERUFLICHE REHABILITATION BEANTRAGT WERDEN?

Sämtliche Leistungen für die berufliche Rehabilitation müssen beantragt werden. Die dazu notwendigen Formulare erhalten Sie entweder bei der Deutschen Rentenversicherung, aber auch bei verschiedenen Auskunfts- und Beratungsstellen. Auch Unfallversicherungen, Berufsgenossenschaften, Jobcenter oder Agentur für Arbeit können Informationen und Beratungen in diesem Bereich anbieten. Ihren Antrag können Sie zudem auch bei den gesetzlichen Krankenkassen oder Versicherungsämtern stellen.

In der Regel erhalten Sie einen persönlichen Reha-Berater als direkten Ansprechpartner, der das Verfahren begleitet und überwacht – und zwar bis zur beruflichen Wiedereingliederung.

WELCHE MASSNAHMEN KÖNNEN GEFÖRDERT WERDEN?

Die zweijährige Umschulung zum IT-Fachinformatiker Systemintegration (IHK) gehört zu den klassischen Maßnahmen, die in dieses Förderungsschema fallen.

Mit der Umschulung wird die Basis für eine langfristige IT-Karriere gelegt. Da die IT-Branche zukunftsträchtig ist und Fachkräfte gesucht werden, schaffen Sie sich mit dieser Berufsausbildung eine vielversprechende Perspektive. Und aufgrund der sehr verschiedenen Tätigkeitsfelder eines Fachinformatikers können Sie sich Ihren Neigungen entsprechend weiterbilden.

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